Vizentiner Alpen

975,00 

Zwischen Geschichte und Natur an den Berghängen des Monte Pasubio

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Beschreibung

Diese Tour führt Sie in die Vizentiner Alpen und in die Lessinischen Berge. Diese bestehen aus dem Gebirgsmassiv Pasubio und den sogenannten kleinen Dolomiten. Die Lessinischen Berge und die Kleinen Dolomiten sind bei uns als Wandergebiet recht unbekannt; völlig zu Unrecht natürlich. Abgesehen von der Tatsache, dass das Gebiet weit im Süden der Alpen liegt und man hier früh in die Saison starten und spät im Herbst noch wandern kann, bestechen sie durch ein schier undurchdringliches Arsenal an tollen Landschaften. Die Vizentiner Alpen hingegen bilden ein Kalksteinmassiv an der Grenze zu den Provinzen Trient und Vicenza. Ihre Grenzen verlaufen von Norden nach Süden; im Anschluss verbinden sie sich mit den Piccole Dolomiti (kleinen Dolomiten) in den Lessinischen Berge. Die Berghänge der Vizentiner Alpen sind sehr steil – typisch für die Dolomiten – und besonders am Südhang voller Felsnadeln, Schluchten und Schlunde. Der obere Teil hingegen besteht aus einer kleinen, welligen Hochebene auf circa 2000 Meter Höhenlage, auf der sich einige Gebirgskämme mit breiten Wiesenmulden, die oft als Weiden genutzt werden, befinden. Charakteristisch sind die unwegsamen und steilen Seitentäler, die unendliche Aufstiegsmöglichkeiten zum höchsten Teil des Berges bieten. Der Hauptgebirgskamm verläuft, wie bereits erwähnt, in Richtung Nord nach Süd. Das Herzstück dieser Kette bildet der Pasubio, mit seiner auffallend weißen Farbe, mit der er seine Flanken und Mitläufer ausgestattet hat. Sein höchster Punkt ist der Cima Palon mit 2232 m. Dieser erstreckt sich über den Dente Italiano und den Dente Austriaco (italienische und österreichische Stellungen) hinaus. Hierbei handelt es sich um jenes Gebiet des Pasubios, welches bereits im Jahr 1922 als heilig geweiht wurde, da es Schauplatz der blutigen Kämpfe des Ersten Weltkrieges gewesen war. Hier verlief die Front! Die Oberfläche ist von Bombenkratern gezeichnet, Schützengräben und Kontrollgänge kann man heute noch besichtigen, da noch vorhanden und nicht selten trifft man auf Tunnel und Schutzräume.

In dieser Tour werden 8 bedeutende Gipfel bestiegen. Wir besteigen gleich zu Beginn den Col Santo (2111m), am zweiten Tag den Monte Testo (2000m), den vergessenen Berg Soglio dell’Incudine (2114m), Cima Palon (2232m), Cima Carega (2259m), Cima Madonnina (2141), Monte Tibet (2095m) und zu guter Letzt den mysteriösen Berg Monte Zevola mit 1976m. Es ist eine abenteuerliche und zugleich ruhige Tour, die in langjähriger Arbeit zusammen gestellt worden ist. Keiner kennt diese Gegend besser als Alpinblau Touren. Daher ist es geradezu eine unbändige Freude diese Tour endlich ins Programm aufnehmen zu können und allen Wanderbegeisterten zur Verfügung zu stellen.

Tourenplan

Tag 1 – Rifugio Lancia

Wir treffen uns um 8 Uhr am Dante Denkmal, ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof in Trento. Dort wartet bereits unser Privattransfer, der uns zum Ausgangspunkt der Tour, nach Valmorbia im Vallarsatal fahren wird. Der erste Tag folgt sogleich einer spektakulären Route, denn wir befinden uns fortan auf den Spuren des 1. Weltkrieges. Nach einem durchaus sehenswerten und an gewissen Stellen steilen Anstieg erreichen wir den unscheinbaren Berg Corno Battisto, der eine dunkle Vergangenheit mit sich trägt. Der Monte Corno Battisti war im I. Weltkrieg heftig umkämpft und noch heute zeugen Stellungen, tief in den Berg gegrabene Tunnels und sogar Knochen, von gefallenen Soldaten in diesem ehemaligen Kriegsgebiet. Die Landschaft ist wild und ursprünglich und mit gewaltigen Felswänden durchzogen. Der klettersteigähnliche Anstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, ist aber für jedermann frei zu begehen. Mit einer guten Stirnlampe wird das Stollensystem der Kriegswirren begreifbar. Vom Gipfel erstreckt sich das Panorama über das gesamte Cosmagnon-Becken und die Gebirgskette, die sich vom Roite in Richtung des Pasubio-Gebietes erstreckt.

Leistung: 1200m bergauf, 180m bergab, 8km

Tag 2 – Rifugio Papa

Vom Rifugio Lancia folgen wir zunächst einem breiten Wanderweg, zweigen aber kurze Zeit später auf einen abgeschiedenen und einsamen Weg, der uns zur Bochetta delle Corde führt. Im Anschluss werden wir auf einen wunderschönen Panoramaweg geleitet, der entlang des Roite (2200m) verläuft und uns direkt in die Kampfstätten des Ersten Weltkrieges führt, dem Pasubio! Überschreitung der drei bedeutenden Gipfel: Dente Austriaco (2203 m), Dente Italiano (2220 m) und Cima Palon (2232 m). Von der Cima Palon geht es weiter zum Soglio dell’Incudine (2114 m), einem geheimnisvollen und einsamen Berg mit Blick in das Prigionital. Wir steigen ab auf die Straße der Helden – zum Abschluss der Tour ein wahrlicher Hingucker – und erreichen nach einer schönen Stunde das spektakulär gelegene Rifugio Papa.

Leistung: 920m bergauf, 740m bergab, 14km

Tag 3 – Rifugio Campogrosso

Nach einem üppigen, nicht den italienischen Gewohnheiten entsprechendem Frühstück, begeben wir uns auf Tuchfühlung mit der sogenannten ‚Straße der 52 Gallerien‘, einem Meisterwerk – anders kann man es nicht sagen – der militärischen Ingenieurskunst des ersten Weltkrieges (Stirnlampe erforderlich). Eine sehr abwechslungsreiche, abenteuerliche Streckenführung, für die wir etwa 3,5 Stunden benötigen, alles im Abstieg und mit spektakulären Ausblicken, die weit in die Ferne gehen. Schließlich erreichen wir gegen Mittag das Rifugio Xomo, wo wir einkehren. Im Anschluss fahren wir mit Privatbus zum Fugazze Pass, wo wir auf einer besonderen Streckenführung, zunächst im Aufstieg durch den Elfenwald, bis wir zum Evelyn-Pass gelangen, um dann im weiteren Verlauf mit Sicht auf das Carega-Massiv zu unserer nächsten Unterkunft, dem Rifugio Campogrosso gelangen.

Leistung: 550m bergauf, 1050m bergab, 11km

Tag 4 – Rifugio Campogrosso

Tagestour mit leichtem Rucksack! Vom Rifugio Campogrosso geht es in die verborgene Bergwelt des Monte Cornetto. Der Bergstock des Monte Cornetto bietet ein großartiges Landschaftserlebnis. Die Pfade führen durch eine zum Teil alpine Landschaft, was die Tour sehr attraktiv macht. An Dramatik kaum zu übertreffen: Monte Cornetto, mit 1899m der höchste Berg dieses Gebirgsstocks und zugleich Namensgeber; Monte Emmele, Monte Sengio Alto, Monte I Tre Apostoli, Monte Baffelan. Zahlreiche Kämme und Scharten werden überschritten und diese bieten immer wieder neue Ausblicke auf das Pasubio-Massiv, die Po-Ebene und das Carega-Massiv. Mittagsrast in der hervorragend geführten Malga Cornetto. Adriano weiß zu kochen.. Weiter zum Beinhaus (Sacrario militare del Pasubio), einem monumentalen Bauwerk aus den 1920er Jahren, das Gebeine von über 5000 Gefallenen des ersten Weltkrieges birgt. Im Anschluss lassen wir es locker angehen und gehen über einen Panoramaweg zurück zum Rifugio Campogrosso. Dabei überqueren wir eine erst im Jahre 2016 errichtete sogenannten tibetanische Brücke, die auch ‚Straße des Königs‘ genannt wird.

Leistung: 890m bergauf, 830m bergab, 12km

Tag 5 – Rifugio Pertica

Aufstieg zur Bochetta dei Fondi (2015 m), einem abwechslungsreichen und bei Zeiten auch herausfordernden Weg. Bei guten Wetterbedingungen bleiben wir im Aufstieg und erklimmen die Cima Carega (2259 m), dem höchsten Gipfel der sogenannten Piccole Dolomiti mit gleichzeitiger Mittagseinkehr im Rifugio Fraccaroli (2238 m). Über einen wunderschönen Höhenweg, der erst kürzlich vom italienischen Alpenverein (CAI) in Stand gesetzt wurde, geht es über die Cima Madonnina und Cima Tibet schließlich zu unserer nächsten Unterkunft, dem Rifugio Pertica.

Leistung: 1050m bergauf, 930m bergab, 13km

Tag 6 – Rifugio Bertagnoli

Vom Rifigio Pertica folgen wir einer leichten Route bis auf das auf 1850 Meter gelegene und hübsche Rifugio Scalorbi, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen werden, da Silvia, die Hüttenwirtin, und ihr Team dies verdient haben. Vorbei an der chiesetta dei morti alpini, hinauf zur Porta del Campobrun, einem Monsterpass, von wo wir einen unglaubwürdigen Blick ins Teufelstal haben werden. Wir folgen einer einsamen Streckenführung bis hinunter zum Passo della croce oder Passo Lora und sehen bereits in stiller und gleichgültiger Art unseren letzten Berg, dem Monte Zevola (1976m). Bei guten Bedingungen ist eine Besteigung möglich, bei weniger guten Bedingungen weichen wir auf den Passo Zevola aus und treffen am Passo Ristelle beide Wege wieder. Vom Passo Ristelle ist es nicht mehr weit bis wir den Passo della Scagina erreichen. Von dort sehen wir bereits unsere letzte Unterkunft, das super gelegene Rifugio Bertagnoli.

Leistung: 620m bergauf, 920m bergab, 14km

Tag 7 – Rückreise

Rückreise nach Trient

Dauer 7 Tage / Gesamtstrecke 81 km / Höhenunterschied 5230 m im Aufstieg und 4650 m im Abstieg

Zusätzliche Informationen

Produkt Besonderheiten

Schwierigkeit

Moderate bis anspruchsvolle Wanderung

Termin

20.7.- 26.7.25

Leistungen

Deutsch- und italienischsprachiger
Bergwanderführer, 6 x Übernachtung
mit Halbpension in Hütten, 3 x Privatbustransfer.

Dauer

7 Tage

Anforderungen

Die Route führt über Wanderwege und Pfade.
Die Tagesetappen dauern bis zu acht Stunden.
Auf- und Abstiege bis 1200 Höhenmeter.
Gute körperliche Verfassung, Trittsicherheit
und Bergerfahrung notwendig.

Highlights

Col Santo (2111m)
Monte Testo (2000m)
Soglio dell'Incudine (2114m)
Straße der Gallerien
Gebirgsstock des Monte Cornetto
Cima Palon (2232m)
Pasubio Massiv
Cima Carega (2259m)
Monte Madonnina (2189m)
Monte Tibet (2110m)

Gruppengröße

Min. Teilnehmerzahl: 3
Max. Teilnehmerzahl: 9

Zahlungsmodalitäten

> Höhe der Anzahlung in Prozent des Reisepreises: 20 %
> Fälligkeit der Restzahlung: 28 Tage vor Reisebeginn
> Sofern bei der Reise eine Mindestteilnehmerzahl
ausgeschrieben ist, ist bei Nichterreichen der
Mindestteilnehmerzahl ein Rücktritt vom Reisevertrag seitens
des Veranstalters bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn
möglich.
> Bei kurzfristigen Buchungen (weniger als 28 Tage vor
Reisebeginn) ist der Reisepreis, sofern keine Absage nach AGB
Ziffer 5.1. mehr erfolgen kann, bei Übergabe der
Reiseunterlagen sofort fällig.