1. Reisebedingungen
Die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter:
Alpinblau Touren, Contrada Stio 53, 87040 Rose (Italien) zu Stande kommenden Pauschalreisevertrages.
2. Pauschalreisevertrag
a) Vertragspartner
Der Reisende ist der Vertragspartner des Reiseveranstalters. Bei der Buchung für mehrere Reiseteilnehmer (Gruppenbuchungen, /Sammelanmeldungen) gilt: Reisender ist, wer für sich und erkennbar für seine Familienangehörigen die Reise bucht. Bei allen anderen Gruppen-/Sammelanmeldungen ist jeder Reiseteilnehmer zugleich Reisender. Gleichwohl haftet der Anmelder/Buchende für den gesamten Reisepreis, wenn er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.
b) Vertragsinhalt:
Die Reisebeschreibungen und vorvertraglichen Reiseinformationen, die dem Reisenden bei der Buchung vorliegen, bilden den Vertragsinhalt. Die vom Reiseveranstalter gegebenen vorvertraglichen Informationen über wesentliche Eigenschaften der Reiseleistungen, den Reisepreis und alle zusätzlichen Kosten, die Zahlungsmodalitäten, die Mindestteilnehmerzahl und die Rücktrittspauschalen werden nur dann nicht Bestandteil des Pauschalreisevertrages, wenn dies zwischen den Parteien ausdrücklich vereinbart wird.
c) Vertragsabschluss
Die Reisebeschreibung und vorvertraglichen Reiseinformationen in Onlineauftritten des Reiseveranstalters stellen kein verbindliches Angebot des Reiseveranstalters, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar. Mit der Buchung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Reisevertrages ab. Die Bindung an das Angebot entfällt spätestens, wenn die Annahme des Reiseveranstalters nicht innerhalb von 10 Tage dem Kunden zugeht. Der Reisevertrag kommt erst mit Annahme des Angebotes durch den Reiseveranstalter in Form von Zusendung einer Buchungsbestätigung zustande. Bei Abweichungen zwischen der Buchung des Kunden und der Reisebestätigung des Reiseveranstalters, gilt das Angebot des Kunden als abgelehnt und die abweichende Reisebestätigung des Reiseveranstalters einschließlich der sich darauf beziehenden vorvertraglichen Informationspflichten als neues Angebot. Der Reiseveranstalter ist an dieses neue Reiseangebot 10 Tage gebunden.
d) Widerrufsrecht
Wird ein Pauschalreisevertrag außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen, dann steht einem Reisenden, der zugleich Verbraucher ist, das Widerrufsrecht zu. Dies gilt jedoch nicht, wenn die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss beruht, auf eine vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden sind. Wird der Pauschalreisevertrag im Fernabsatz gebucht, steht dem Verbraucher kein Widerrufsrecht zu. Fernkommunikationsmittel sind alle Kommunikationsmittel, die zur Anbahnung oder zum Abschluss eines Vertrags eingesetzt werden können, ohne dass die Vertragsparteien gleichzeitig körperlich anwesend sind, wie Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über den Mobilfunkdienst versendete Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien.
e) Bezahlung
Mit der Buchung wird eine automatisierte Bestätigungsmail an den Buchenden gesendet, die den Leistungsinhalt bestätigt und die zugrunde genommene Buchung zur Kenntnis nimmt. Im Anschluss erhält der Buchende die Rechnung zugesendet. Es ist eine Anzahlung von 20 % des Gesamtpreises innerhalb der ersten 14 Tage nach Buchung fällig. Die Restsumme der Buchung ist 30 Tage vor Tourbeginn an Alpinblau Touren zu überweisen. Bitte stellen Sie sicher, dass die Zahlung innerhalb des genannten Zeitraums erfolgt, um eine reibungslose Abwicklung sicherzustellen.
Falls der Reisende den Reisepreis nicht rechtzeitig entrichtet, gerät er in Verzug. Der Reiseveranstalter kann in diesem Fall den eingetretenen Verzugsschaden verlangen. Nach fruchtloser Fristsetzung ist er im Übrigen berechtigt, vom Reisevertrag zurücktreten. Nach der Lösung vom Vertrag kann er auch Schadensersatz statt der Leistung verlangen.
3. Preisänderung
Der Reiseveranstalter kann den Reisepreis einseitig nur um bis zu 8 % erhöhen, wenn sich die Erhöhung des Reisepreises aus einer unmittelbar nach Vertragsschluss erfolgten Erhöhung des Preises für die Beförderung von Personen aufgrund höherer Kosten für Treibstoff oder andere Energieträger, Erhöhung der Steuern und sonstigen Abgaben für vereinbarte Reiseleistungen, wie Touristenabgaben ergibt. Der Reiseveranstalter hat den Reisenden auf einem dauerhaften Datenträger klar und verständlich über die Preiserhöhung und deren Gründe zu unterrichten und hierbei die Berechnung der Preiserhöhung mitzuteilen. Eine Preiserhöhung ist nur wirksam, wenn sie diesen Anforderungen entspricht und die Unterrichtung des Reisenden nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn erfolgt.
Der Reisende kann eine Senkung des Reisepreises verlangen, wenn und soweit sich Preise für die Beförderung von Personen aufgrund geringerer Kosten für Treibstoff oder andere Energieträger, die Steuern und sonstigen Abgaben für vereinbarte Reiseleistungen, wie Touristenabgaben verringert und vor Reisebeginn geändert haben und dies zu niedrigeren Kosten für den Reiseveranstalter führt. Hat der Reisende mehr als den hiernach geschuldeten Betrag gezahlt, ist der Mehrbetrag vom Reiseveranstalter zu erstatten. Der Reiseveranstalter darf von dem zu erstattenden Mehrbetrag die ihm tatsächlich entstandenen Verwaltungsausgaben abziehen. Er hat dem Reisenden auf dessen Verlangen nachzuweisen, in welcher Höhe Verwaltungsausgaben entstanden sind. Andere Vertragsbedingungen als den Reisepreis kann der Reiseveranstalter einseitig nur ändern, wenn die Änderung unerheblich ist. Der Reiseveranstalter hat den Reisenden auf einem dauerhaften Datenträger klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die Änderung zu unterrichten. Eine Änderung ist nur wirksam, wenn sie diesen Anforderungen entspricht und vor Reisebeginn erklärt wird.
Wenn der Reiseveranstalter die Pauschalreise aus einem nach Vertragsschluss eingetretenen Umstand nur unter erheblicher Änderung einer der wesentlichen Eigenschaften der Reiseleistungen oder nur unter Abweichung von besonderen Vorgaben des Reisenden, die Inhalt des Vertrags geworden sind, verschaffen kann, kann der Reiseveranstalter dem Reisenden auch eine Preisänderung von mehr als 8 % oder eine sonstige erhebliche Vertragsänderung oder eine Ersatzreise anbieten und verlangen, dass der Reisende innerhalb einer vom Reiseveranstalter bestimmten Frist, die angemessen sein muss, das Angebot zur Preiserhöhung/Vertragsänderung/Ersatzreise annimmt oder seinen Rücktritt vom Vertrag erklärt. Das Angebot zu einer Preiserhöhung kann nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn, das Angebot zu sonstigen Vertragsänderungen nicht nach Reisebeginn unterbreitet werden.
Der Reiseveranstalter hat den Reisenden unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund auf einem dauerhaften Datenträger klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die angebotene Vertragsänderung zu informieren. Nach dem Ablauf der vom Reiseveranstalter bestimmten Frist gilt das Angebot zur Preiserhöhung oder sonstigen Vertragsänderung als angenommen.
Entscheidet sich der Reisende für den Rücktritt vom Reisevertrag, verliert er den Anspruch auf die Reiseleistung. Hat der den Reisepreis schon entrichtet, hat der Reiseveranstalter ihn unverzüglich, spätestens jedoch nach 14 Tagen ab Zugang der Rücktrittserklärung zu erstatten.
4. Leistungen
Die angegebenen Preise gelten jeweils für eine Person. Bei allen von Alpinblau Touren angebotenen Reisen enthält der zu zahlende Betrag Führergebühr, Transferkosten und Halbpension (ausgenommen die Tour: Etna und Äolische Inseln, wo keine Halbpension angeboten wird). Die Halbpension besteht aus Übernachtung, Abendessen und Frühstück. Sonderleistungen wie Transfers, Seilbahnkosten sowie Übernachtungen in Gasthäusern und Hotels sind beim jeweiligen Programm mit angegeben. Einzelzimmer gegen Aufpreis, soweit möglich. Alleinreisende werden mit anderen Reiseteilnehmern untergebracht. Sonderprogramme außerhalb der angegebenen Routen gehen zu Lasten der Teilnehmer.
Sonderleistungen, wie z.B. zusätzliche Transfers oder Übernachtungen, welche durch unvorhersehbare Ereignisse wie extremer Schlechtwettereinbruch eintreten, sind nicht in den Reiseleistungen einkalkuliert. Sollte diese sehr außergewöhnliche Situation eintreten, müssen diese Zusatzleistungen vom Reiseteilnehmer selbst und direkt Vorort bezahlt werden.
5. Programm
Die Programme werden bei jeder Witterung durchgeführt. Eventuelle Änderungen im Routenverlauf oder Programm aufgrund ungünstiger Witterung, schlechter Verhältnisse, nicht abschätzbaren objektiven Gefahren oder schlechter oder unzureichender Konstitution der Teilnehmer bleiben dem Bergführer vorbehalten. Im letzteren Fall kann er auch einzelne Teilnehmer von der Teilnahme an der Tour ausschließen. In erster Linie ist der Bergführer verpflichtet, das angebotene Programm durchzuführen. Sollte dies, insbesondere aus vorgenannten Gründen, nicht zumutbar sein, ist der Bergführer bemüht, ein attraktives Alternativprogramm zu ermöglichen, was jedoch nicht garantiert werden kann. Im Falle von Änderungen des Programms auf Grund von Wetterbedingungen, schlechten Verhältnissen, nicht abschätzbaren objektiven Gefahren oder schlechter Konstitution der Teilnehmer besteht kein Erstattungsanspruch seitens der Teilnehmer. Der Reisepreis ist kein Gipfel- oder Tourengeld. Das Risiko für die Durchführbarkeit der Tour liegt beim Teilnehmer. Sollten aufgrund von Routenänderungen, etc. aus oben genannten Gründen nicht inkludierte Zusatzleistungen anfallen, so sind diese vom Teilnehmer selbst zu bezahlen.
6. Rücktritt der Reiseteilnehmer
(a) Vor Reisebeginn kann der Reisende jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Tritt der Reisende vom Vertrag zurück, verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Der Reiseveranstalter kann jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen, außer am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe treten unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auf, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.
Wir empfehlen die Stornierung im Interesse Ihrer Dokumentation schriftlich bzw. per E-Mail durchzuführen. Die Stornierungskosten werden mit einer pauschalen prozentualen Entschädigung, bezogen auf den Gesamtreisepreis, berechnet.
b) Der Reiseveranstalter hat unter Berücksichtigung der zeitlichen Distanz zwischen Rücktritt und Reisebeginn sowie der Erwartung einer Aufwandsersparnis und anderweit erzielten Erwerbs sowie der Eigenart der Reiseangebote nachfolgende Entschädigungspauschalen festgelegt.
Die zugrunde liegende Prognose für die Festlegung der Entschädigungspauschalen trifft der Reiseveranstalter aufgrund seiner Erfahrung aus den zurückliegenden Geschäftsjahren.
Entschädigungspauschale:
Rücktritt vom 59. bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 20%, vom 29. bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 30%, vom 21. bis zum 15. Tag vor Reiseantritt 50%, vom 14. bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 75%, ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 90% des Reisepreises.
Für die Berechnung ist der Zugang des Rücktritts maßgeblich. Dem Reiseteilnehmer bleibt es unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass ihm kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
7. Umbuchungen
Eine Umbuchung seitens des Reisenden ist ein Angebot an den Reiseveranstalter auf Vertragsänderung, das dieser annehmen oder ablehnen kann. Sofern Programme noch buchbar sind, können Teilnehmer statt einer Stornierung auch eine Umbuchung auf ein anderes Programm durchführen, sofern das Programm in derselben Reise Saison durchgeführt wird.
Umbuchungen (sofern möglich):
Bis 60 Tage vor Reisebeginn: € 30,- Bearbeitungsgebühr
Bis 22 Tage vor Reisebeginn: € 75,- Bearbeitungsgebühr
21.–15. Tag vor Reiseantritt 30 % vom Reisepreis
14.–01. Tag vor Reiseantritt 60 % vom Reisepreis
Am Tag des Reiseantritts oder bei Nichtantritt der Reise 90 % vom Reisepreis
8. Vertragsübertragung
Der Reisende kann innerhalb einer angemessenen Frist vor Reisebeginn auf einem dauerhaften Datenträger erklären, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Pauschalreisevertrag eintritt. Die Erklärung ist in jedem Fall rechtzeitig, wenn sie dem Reiseveranstalter nicht später als sieben Tage vor Reisebeginn zugeht.
Der Reiseveranstalter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser die vertraglichen Reiseerfordernisse nicht erfüllt.
Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, haften er und der Reisende dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten. Der Reiseveranstalter darf eine Erstattung von Mehrkosten auf Nachweis nur fordern, wenn und soweit diese angemessen und ihm tatsächlich entstanden sind.
9. Leistungsänderungen
(1) Der Reiseveranstalter behält sich ausdrücklich vor, vor Vertragsabschluss berechtigte Leistungs- und Preisänderungen zu erklären. Eine vorvertragliche Preisanpassung kann insbesondere aus den folgenden Gründen notwendig werden:
a) aufgrund einer Erhöhung der Beförderungskosten.
b) wenn die vom Kunden gewünschte und im Programm ausgeschriebene Pauschalreise nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente nach Veröffentlichung des Programm verfügbar ist.
(2) Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
(3) Der Reiseveranstalter verpflichtet sich, den Kunden über Leistungsänderungen und/oder -Abweichungen unverzüglich gauf einem dauerhaften Datenträger zu informieren. Im Fall einer nachträglichen, erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Kunde berechtigt vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter eine solche Reise ohne Mehrpreis aus seinem Angebot anbieten kann. Gegebenenfalls wird dem Kunden eine kostenlose Umbuchung angeboten.
(4) Mit der Angabe der Mindestteilnehmerzahl sichert der Reiseveranstalter keine Mindestteilnehmeranzahl an der Reise zu oder will einer Eigenschaft der Reise beschreiben, sondern schafft lediglich die Voraussetzung für ein Rücktrittsrecht.
Kommt es bei Durchführung der Reise zu einer Unterschreitung der ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl aufgrund Stornierung von Reiseteilnehmern oder deren Nichtteilnahme an der Reise, stellt diese keinen Reisemangel dar.
(5) Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.
10. Nicht in Anspruch genommene Leistungen/ vorzeitige Beendigung der Reise
Nimmt der Reiseteilnehmer einzelne Reiseleistungen, die gebucht und vertragsgemäß angeboten worden sind, aus Gründen, die ihm zuzurechnen sind (z.B. Nichtteilnahme, vorzeitiger Rückreise), nicht in Anspruch, hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Dies gilt auch für einen Abbruch der Reise aufgrund von durch den Bergführer festgestellter unzureichender Konstitution/Kondition und technischem Können (z.B. Trittsicherheit, Kletterfertigkeiten) des Reiseteilnehmers. Dies gilt nicht, wenn Gründe vorliegen, welche den Reiseteilnehmer nach dem Gesetz zum kostenlosen Rücktritt oder zur Kündigung des Reisevertrages berechtigen.
11. Rücktritt/Kündigung des (Reise-)Veranstalters
(1) Für Pauschalreisen gilt, dass zur Durchführung aller Programme die Erreichung der angegebenen Mindestteilnehmerzahl notwendig ist. Die Agentur Alpinblau Touren kann vom Reisevertrag zurücktreten, wenn die in der Reiseausschreibung festgelegte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde. In diesem Fall hat Alpinblau Touren den Rücktritt innerhalb der im Vertrag bestimmten Frist zu erklären, jedoch spätestens
a) 20 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mehr als 6 Tagen
b) 7 Tage vor Reisebeginn bei einer Reisedauer von mindestens 5 Tagen
Bis zum Abreisetermin kann die Kündigung erfolgen, wenn unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände die Agentur Alpinblau Touren an der Durchführung hindern. Der einbezahlte Betrag wird in diesen Fällen in voller Höhe zurückbezahlt, weitere Ansprüche können nicht geltend gemacht werden.
12. Mitwirkungspflichten des Reisenden
a) Persönliche Voraussetzungen und Reiseunterlagen
Der Reisende hat zu prüfen, ob er die körperlichen Voraussetzungen und das für die jeweiligen Reisen erforderliche persönliche Können wie in den Reisebeschreibungen konkret beschrieben, erfüllt. Falls nicht, kann der Veranstalter den Kunden von Touren ganz oder teilweise ausschließen.
Der Kunde verpflichtet sich, dem Veranstalter bestehende gesundheitliche Beeinträchtigungen, Behinderungen, Erkrankungen oder eine bestehende Schwangerschaft wahrheitsgemäß bekannt zu geben. Bei ernsthaften Erkrankungen ist die Teilnahme grundsätzlich nur nach Genehmigung des behandelnden Arztes möglich.
Der Kunde hat den Reiseveranstalter oder seinen Reisevermittler, über den er die Pauschalreise gebucht hat, zu informieren, wenn er die notwendigen Reiseunterlagen nicht vor Reiseantritt erhält.
b) Obliegenheiten
Der Reisende muss sicherheitsrelevante Anweisungen des Bergführers Folge leisten.
13. Haftung/Haftungsbeschränkung
(1) Die deliktische Haftung der Agentur Alpinblau Touren für Schäden die nicht Körperschäden sind und nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reispreis je Kunde und Reise beschränkt. Etwa darüber hinausgehende Ansprüche nach dem Montrealer Übereinkommen (Reisegepäck) bleiben unberührt.
(2) Für Leistungen, welche nicht von dem Gesamtreisepreis mit umfasst sind, von Dritten erbracht werden und von dem Reiseteilnehmer vor Ort direkt bezahlt werden müssen – insbesondere Fahrten mit Aufstiegshilfen (z.B. Bergbahnen, Schlepplifte), vorgeschlagene Ausflüge, öffentliche Transportmittel – haftet die Agentur Alpinblau Touren nicht für Personen- und Sachschäden oder Leistungsstörungen im Zusammenhang mit diesen Fremdleistungen.
14. Beschränkung der Haftung
Der Reiseveranstalter beschränkt seine Haftung für solche Schäden auf den dreifachen Reisepreis und die keine Körperschäden sind und außerdem nicht schuldhaft herbeigeführt werden.
Gelten für eine Reiseleistung internationale Übereinkünfte oder auf solchen beruhende gesetzliche Vorschriften, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungserbringer nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen entsteht oder geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist, so kann sich auch der Reiseveranstalter gegenüber dem Reisenden hierauf berufen.
Hat der Reisende gegen den Reiseveranstalter Anspruch auf Schadensersatz oder auf Erstattung eines infolge einer Minderung zu viel gezahlten Betrages, so muss sich der Reisende den Betrag anrechnen lassen, den er aufgrund desselben Ereignisses als Entschädigung oder als Erstattung infolge einer Minderung nach Maßgabe internationaler Übereinkünfte oder von auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften erhalten hat.
Hat der Reisende vom Reiseveranstalter bereits Schadensersatz erhalten oder ist ihm infolge einer Minderung vom Reiseveranstalter bereits ein Betrag erstattet worden, so muss er sich den erhaltenen Betrag auf dasjenige anrechnen lassen, was ihm aufgrund desselben Ereignisses als Entschädigung oder als Erstattung infolge einer Minderung nach Maßgabe internationaler Übereinkünfte oder von auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften geschuldet ist.
15. Gesundheitsvorschriften
Jeder Teilnehmer ist für die Einhaltung der oben genannten Anforderungen und Vorschriften selbst verantwortlich, Eltern haften für Ihre Kinder. Alle Nachteile und Kosten aus der Nichtbefolgung gehen zu Lasten des Teilnehmers. Durch seine Anmeldung, auch durch Dritte beauftragt, versichert der Teilnehmer, dass aus ärztlicher Sicht keine Bedenken gegen seine Teilnahme an der Veranstaltung und den jeweiligen sportlichen Aktivitäten bestehen. Anfallende Kosten für Impfungen, Visa etc. werden vom Teilnehmer selbst getragen.
16. Versicherung
Alle Touren sind durch Alpinblau Touren haftpflichtversichert. Eine Reise-Auslandskrankenversicherung sowie Rücktransportversicherung, Reiseunfallversicherung und Reise-Rücktrittskostenversicherung wird jedem Teilnehmer empfohlen.
17. Risikobeschreibung
Obwohl das Unfallrisiko beim Bergwandern und Bergsteigen gering ist, können wir keine absolute alpine Sicherheit garantieren. Alpinblau Touren bemüht sich nach besten Kräften, Sie unter Berücksichtigung des aktuellsten Standes in Technik und Ausbildung sicher ans Ziel zu bringen. Hundertprozentige Sicherheit können wir aber nicht garantieren. Bergsteigen ist stets mit Restrisiken verbunden, die jenseits unserer Kontrolle liegen und die auch mit moderner Technik und Know-how nicht ausgeschlossen werden können. Diese Risiken müssen Sie mit uns teilen. Zum Beispiel kann auch auf einer „leichten“ Wanderung im dementsprechenden Gelände ein Stolpern fatale Folgen haben. Der Begriff der „Trittsicherheit“ ist deshalb keine inhaltsleere Floskel, sondern beschreibt ganz konkret ein latentes Risikopotenzial.
18. Unvorhersehbare Gefahren
Stein- und Eisschlag, Wetterstürze, Gewitter, Wechtenbrüche und Lawinen sind bekannte Alpingefahren, die im Einzelfall völlig unkalkulierbar und nicht vorhersehbar auftreten können. Diese Naturgewalten entziehen sich einer vollständigen Erfassbarkeit und vor allem Vorhersehbarkeit durch den Menschen. Ein besonderer Bereich sind die Alpingefahren, denen man sich teilweise und in eingeschränktem Umfang zwangsläufig aussetzen muss, wenn man gewisse alpine Erlebnisse erfahren möchte. Leider gibt es bis jetzt keine führungstechnische Maßnahme, um dieses Restrisiko zuverlässig auszuschalten. Die sichere Alternative wäre ausschließlich der komplette Verzicht auf die Tour. Dennoch liegt das größte Risiko der meisten Touren wohl in der An- und Abreise im Straßenverkehr.
19. Pass- und Gesundheitsvorschriften
Der Reisende ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente und eventuell erforderliche Impfungen. Nachteile, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu Lasten des Kunden/Reisenden.
20. Gerichtsstand
Der Vertrag unterliegt italienischem Recht. Die Rechtswahl berührt nicht die Geltendmachung deliktischer Ansprüche sowie die mögliche Anwendbarkeit zwingender verbraucherschützender Vorschriften nach dem Recht des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Alleiniger Gerichtsstand ist bei allen aus dem Vertragsverhältnis sich ergebenden Streitigkeiten der Sitz der Firma Alpinblau Touren.
21. Hinweis nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz
Wir sind nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz dazu verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, dass es für Beschwerdefälle sogenannte Schlichtungsstellen gibt, an die Sie sich wenden können.
Hinweis zur Online-Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO:
Europäische Online-Streitbeilegungsplattform: http://ec.europa.eu/consumers/odr.
Wir weisen zugleich darauf hin, dass wir nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilnehmen.
22. Publikationsrechte
Wird auf der Reise vor Ort der Nutzung der Bildrechte nicht widersprochen oder vor Veröffentlichung in Print und Online-Medien zur Nutzung nichts Gegenteiliges mitgeteilt behält sich Alpinblau Touren vor, Film- & Fotomaterial der Reisen zu PR-Zwecken einzusetzen.
23. Verbraucherstreitbeilegung
Die Europäische Kommission stellt unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/main/?event=main.home2.show eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit.
Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren sind wir nicht verpflichtet und nicht bereit.
24. Veranstalter
Alpinblau Touren
Giuseppe Monteleone
Contrada Stio 53
87040 Rose (Italien)
Tel.: 0039 – 377 314 9780
info@alpinblau.com
www.alpinblau.com
Bank: IBAN: IT15 H035 7601 6010 1000 7555 829