Abruzzen

1.150,00 

Unterwegs im Nationalpark des Gran Sasso

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Beschreibung

Sternwandern im Naturpark des Gran Sasso in den Abruzzen (Mittelitalien), mit Besteigung seines höchsten Gipfels, des Corno Grande (2912m), der ganze Landstriche dominiert. Wer den Gran Sasso-Nationalpark im Herzen der Abruzzen durchstreift, wird womöglich als anderer Mensch wieder zurück kommen. Eine lebendige Landschaft, geprägt durch interessante Karstformationen, berührt, verzaubert und begeistert.

Tourenplan

Tag 1 – Santo Stefano di Sessanio

Wir treffen uns um 8.30 Uhr vor dem Eingang des Best Western Hotel Royal Santina in der Via Marsala 22 in der italienischen Hauptstadt Rom, ganz in der Nähe vom Hauptbahnhof Termini. Nach dem ersten Kennenlernen und einem kurzen Rucksackcheck fahren wir mit unserem Privatbus in die Abruzzen, und zwar nach Calascio (1200m), dem Ausgangspunkt unserer Tour. Unser erstes Etappenziel an diesem Tag: Rocca Calascio – dabei handelt es sich um eine 1000 Jahre alte Burganlage. Sie erhebt sich im Inneren der Abruzzen und ist mit 1.460 m die höchstgelegene Burganlage des gesamten Apennin! Auf dem Weg dorthin besteigen wir u.a. unseren ersten Berg, und zwar den Monte delle Croci (1463m). Im weiteren Verlauf steigen wir ab und wir erreichen nach einer weiteren Stunde schließlich Santo Stefano di Sessanio, ein mittelalterliches Bergdorf mit gerade einmal 115 Einwohnern. Wir übernachten im ausgezeichneten ‚Sextantio Albergo Diffuso‘.

Höhenunterschied: bergauf 310m, bergab 260m, 6,5km

Tag 2  – Rifugio Racollo

Wir verabschieden uns von der kleinen Ortschaft Santo Stefano di Sessanio und begeben uns zunächst auf den ‚sentiero d’Italia‘, den wir aber schon bald wieder verlassen, um uns auf einen recht spärlich markierten Weg zu begeben, der uns in einer Schleife im Uhrzeigersinn, vorbei am Monte Cappellone und Monte Cecco d’Antonio bis hinauf zum Monte Mesola (1700m) bringt. Auch hier haben wir das Gefühl alleine auf weiter Flur zu sein. Es sind schmale Pfade, die wenig begangen sind und uns von daher das Gefühl geben auf alten Pfaden zu laufen, die nunmehr keiner mehr geht. Es ist fürwahr ein Genuss für die Sinne sich in diesen Gegenden aufzuhalten. Leicht wird einem ums Herz, denn alles wirkt so still und kraftvoll. Die Schönheit in langsamer Bewegung. Die Schnelligkeit in langsamer Bewegung. Die Schönheit in schneller Bewegung. Vom Monte Mesola schließlich steigen wir wieder ab und erreichen nach einer guten Stunde das Rifugio Racollo.

Höhenunterschied: bergauf 530m, bergab 440m, 12km

Tag 3 – Rifugio Duca degli Abruzzi

An unserem dritten Tag geht es zunächst auf einen nicht markierten Pfad, der im Grunde genommen gar keiner ist, der aber begehbar ist, da eine feine Linie uns den Weg ebnet. Umgeben von einer unwirklichen Stille, betrachten wir die beeindruckend nordwärts abfallende Flanke der Bergbrüder Torri di Casanova. Diese bilden zusammen mit dem Monte Camicia und Monte Infornace den sogenannten Jahrhundertweg. Wir erreichen schließlich die Ebene der Paganica, von wo wir bis zu einem Abzweig hinaufsteigen, der uns im stetigen Aufstieg zu den Bergen Monte Gregorio di Pagania (2076m) und Monte Scindarella (2233m) führt. Von diesem Punkt ist es nicht mehr weit bis zur Seilbahnstation, welche sich direkt neben dem mittlerweile berühmten Albergo dell’Imperatore (bis in die 80iger Jahre ein bewirtschaftetes Hotel) befindet, wo man einst zum Ende des zweiten Weltkrieges den damaligen Faschistenführer und selbsternannten Diktator Benito Mussolini gefangen gehalten und den die SS in einer spektakulären Befreiungsaktion wieder befreit hatte. Im Ostello dello zio, das am höchsten gelegene Hostel in der Welt, machen wir eine Pause, da es nicht nur Herberge und Bar ist, sondern Museum, denn hier befindet sich noch ein Wagon der alten Seilbahn. Diese wurde im Jahre 1933 erbaut und verband Fonte Cerreto bereits mit dem Campo Imperatore. 1988 wurde die neue Seilbahn, ganz in der Nähe der alten, inauguriert. Wir begeben uns auf die via del lupo, dies ist nicht der Direktweg zu unserer nächsten Unterkunft, dafür der schönere Weg, den man für gewöhnlich nimmt, wenn man zum Pizzo Cefalone wandert. Beim letzten Abzweig richten wie unseren Blick gen Corno Grande, der sich zu unserer rechten Seite auftut und erreichen auch bald das Rifugio Duca degli Abruzzi.

Höhenunterschied: bergauf 1100m, bergab 260m, 19km

Tag 4 – Monte Aquila

Heute wollen wir uns für die bevorstehenden Tage einlaufen. Diese Tagesetappe ist die längste von allen, was die Distanz betrifft. Wir begeben uns in die Ebene der Fontari und erreichen nach ca. einer Stunde im leichten Auf- und Abstieg den Vado di Corno, von wo wir die Besteigung des Monte Aquila (2494m) beginnen. Der Monte Aquila ist ein toller Berg, um sich ohne große Mühe einen Überblick über das Gran Sasso-Gebiet und die Hochebene des Campo Imperatore zu verschaffen. Wir werden mit einer wunderschönen Streckenführung belohnt, vor allem haben wir einen sehr guten Blick auf die Südseite des Corno Grande, der größten Erhebung des Gran Sasso Nationalparks. Wir steigen auf der Westseite wieder ab und erreichen nach ca. 45 Minuten unsere Unterkunft, Duca degli Abruzzi.

Höhenunterschied: bergauf 700m, bergab 700m, 9km

Tag 5 – Corno Grande

Er ist der Traum vieler italienischer Bergsteiger – der höchste Gipfel im Gran Sasso-Gebiet, der höchste Gipfel der Abruzzen, der höchste im Apennin und somit höchster Punkt auf italienischem Festland abseits der Alpen. Doch diese Superlative sind nicht der einzige Grund, warum der Berg so begehrt ist. Die Tour führt über einzigartig schöne und wilde Landschaft. Wir gehen die einzig mögliche Route, über den Westgrat, alles andere ist erfahrenen Bergsteigern vorbehalten. Von unserer Unterkunft geht es zunächst angenehm auf- und nordwärts in die Sella di Monte Aquila (2335 m); dort entscheiden wir uns, wie gesagt, für die Normalroute, die in einem weiten Rechtsbogen über steile Schutt- und Schrofen zum Westgrat und über diesen im felsigen Gelände zum Gipfelkreuz zieht. Die Streckenführung ist alles zusammen genommen mittelschwer, vor allem in Gipfelnähe wird der Weg verschachtelter und technischer, aber die Mühe lohnt sich, sobald man auf dem Dach des Apennins steht.

Höhenunterschied: bergauf 640m, bergab 640m, 9km

Tag 6 – Pietracamela

Optional: Sonnenaufgang genießen vom Pizzo Cefalone auf 2533m!

Mittellange Etappe mit ausschließlich Gefälle, das uns auf die Teramo-Seite des Gran Sasso führt. Von der Schutzhütte Duca degli Abruzzi gelangt man zur Sella di Monte Aquila, von wo aus man den Abstieg zur Schutzhütte Garibaldi nimmt (geschlossen), an der man auch vorbeikommt und den Talgrund erreicht – Valle Maone, der den Corno Grande vom Pizzo d‘Intermesoli trennt. Eine Besteigung des Intermesoli ist leider nicht machbar, da der Aufstiegsweg zu abschüssig ist. Wir folgen der Route durch das Tal in nördliche Richtung, unterqueren den Corno Piccolo und biegen dann, sobald wir die Quelle des Rio Arno passiert haben, rechts ab und folgen einem Anstieg, bis wir die Prati di Tivo erreicht haben werden. Nun geht es bergab nach Nordwesten, überqueren die Wiesen bis nach Fonte Monaco. Sodann werden wir das schöne Dorf Pietracamela erreicht haben. Wir übernachten im hervorragend geführten Hotel Antica Locanda.

Höhenunterschied: bergauf 100m, bergab 1320m, 11km

Tag 7

Wir Mit Privatbus zurück nach Rom.

Dauer: 7 Tage / Gesamtstrecke: 66,5 km / Höhenunterschied: 3380 m im Aufstieg und 3620 m im Abstieg

Zusätzliche Informationen

Produkt Besonderheiten

Schwierigkeit

Moderate Wanderung

Termin

2.6. – 8.6.24

Dauer

7 Tage

Anforderungen

Die Route führt über Wanderwege und Pfade.
Die Tagesetappen dauern bis zu acht Stunden.
Auf- und Abstiege bis 1200 Höhenmeter.
Gute körperliche Verfassung, Trittsicherheit
und Bergerfahrung notwendig.

Leistungen

Im Preis inbegriffen sind deutsch-
und italienischsprachiger
Bergwanderführer, 6 x
Übernachtung mit Halbpension
in Hütten (4 Übernachtungen) und
Hotel (2 Übernachtungen),
2 x Privatbustransfer

Highlights

Campo Imperatore
Monte Aquila 2494m
Monte Gran Sasso 2912m
Monte Cefalone 2533m
Monte Scindarella 2233m
Monte M.S. Gregorio di Paganica 2076m

Gruppengröße

Min. Teilnehmerzahl: 3
Max. Teilnehmerzahl: 12

Zahlungsmodalitäten

> Höhe der Anzahlung in Prozent des Reisepreises: 20 %
> Fälligkeit der Restzahlung: 28 Tage vor Reisebeginn
> Sofern bei der Reise eine Mindestteilnehmerzahl
ausgeschrieben ist, ist bei Nichterreichen der
Mindestteilnehmerzahl ein Rücktritt vom Reisevertrag seitens
des Veranstalters bis spätestens 28 Tage vor Reisebeginn
möglich.
> Bei kurzfristigen Buchungen (weniger als 28 Tage vor
Reisebeginn) ist der Reisepreis, sofern keine Absage nach AGB
Ziffer 5.1. mehr erfolgen kann, bei Übergabe der
Reiseunterlagen sofort fällig.