Vizentinische Alpen Tourenplan

 

Sonntag

Treffpunkt um 10.00 Uhr vor dem Dante-Denkmal am Bahnhof in Trient. Mit privatem Tourbus geht es zunächst nach Marco, einer kleinen Ortschaft, die auch der Ausgangspunkt unserer Tour ist. Von dort geht es auf malerisch gesäumten transalpinen Wegen, langsam, aber stetig bergauf zum schön gelegenen Rifugio Monte Zugna (1617 m). Einmal oben angekommen erscheint uns der Monte Zugna zum Greifen Nahe. Ein weiteres Highlight ist sicherlich die Sternwarte, die erst kürzlich von der Stadt Rovereto hier auf dieser Erhebung gebaut worden ist. 

Höhenunterschied: bergauf 1400 m, bergab 200 m 

 

Montag

Ein Tag mit vielen Gipfelbesteigungen! Nachdem wir uns mit einem leckeren Frühstück gestärkt haben werden geht es hinauf zum Monte Zugna, der in damaligen Zeiten ein wichtiger Stützpunkt der italienischen Truppen gewesen ist und wo heute noch Kriegsartefakte zu sehen sind, wie verlassene Hütten, Schützengräben und ein in Ruinen stehendes Lazarett. Bis zum Passo Buole ist es nicht mehr weit, bevor wir von dort auf einen abseits der normalen Route gelegenen Saumpfad auf den Cima Mezzana hinaufsteigen. Zu Mittag kehren wir in der auf 1500 m gelegenen Alm Val Gatto ein, um uns für das Restprogramm zu stärken, das uns erst auf den Gipfel Cima Levante auf 2002 m und im weiteren Verlauf auf die Cima Posta auf 2253 m führt. Die Streckenführung führt uns mittlerweile durch Fels und Setin, da wir uns inmitten des Caregamassivs befinden. Vom Pass Grolle geht es im letzten Abschnitt noch zum Pass Cherlong, von wo wir unsere Unterkunft sehen, das Schutzhaus Fraccaroli, eine auf 2250 m gelegene Schutzhütte des CAI. 

Höhenunterschied: 1300 m bergauf, 600 m bergab, Gehzeit 7 Stunden 

 

Dienstag

Nach dem Frühstück besteigen wir den höchsten Punkt des Caregamassivs, den Cima Carega, von wo wir bei guten Bedingungen den Gardasee sehen können. Wir steigen ab ins Vallone della Teleferica, vorbei an der Chiesetta degli morti alpini hinauf zur Porta del Campobrun. Freuen Sie sich auf eine abseits der touristischen Wanderwege gelegene Streckenführung, die Ihnen das Gefühl geben wird, sich alleine auf weiter Flur zu befinden. Vom Passo Lora sehen wir auch schon unsere nächste Hütte, das Rifugio Battisti, das wir aber erst nach weiteren 2 Stunden Gehzeit erreicht haben werden. Wir besteigen den Monte Plisch, der auf knapp 2000 m liegt und im weiteren Verlauf den verlassenen Berg Zevola, der auch der begrabene Riese genannt wird. 

Höhenunterschied: 700 m bergauf, 1600 m bergab, Gehzeit 6 Stunden  

 

Mittwoch

Der heutige Tag kommt uns gerade recht. Von den Anforderungen, aber nicht von den Eindrücken der vorigen Tage, wollen wir uns ein wenig erholen. Die Streckenführung verläuft meist im Wald. Eine gelungene Abwechslung zu den Routen, die uns bisher auf Fels und Stein in zum Teil ausgesetztem Gelände geführt haben. Am Ende erreichen wir das schöne und geschichtsträchtige Rifugio Campogrosso (1457 m), von wo wir - optional - aufsteigen können zur Madonna della Sisilla. 

Höhenunterschied: 600 m bergauf, 400 m bergab, Gehzeit 4 Stunden   

 

Donnerstag

Die fünfte und auch die sechste Etappe ist jeweils eine, die den geschichtskundigen- und interessierten, insbesondere gefallen wird, da sie eine Begegnung mit der Geschichte darstellt. Vom Rifugio Campogrosso geht es zunächst auf einen schönem Panoramaweg zum Passo delle Fugazze. Von dort geht es mit bestellten Bussen zum Xomo Pass, wo wir die legendäre 'Strade delle Gallerie', einem Meisterwerk der militärischen Ingenieurskunst des ersten Weltkrieges, begehen (Stirnlampe unbedingt erforderlich). Oben angekommen erwartet uns das schöne Rifugio Papa, in das wir einkehren (1928 m). 

Höhenunterschied: 1200 bergauf, 600 m bergab, Gehzeit 6 Stunden 

 

Freitag

Am nächsten Tag geht es in das bereits zu Anfang erwähnte Pasubiomassiv, wo sich die österreichischen Stellungen gegen die italienischen im ersten Weltkrieg gegenüber standen und einen Stellungskrieg ausfochten, deren Spuren bis heute nicht verwischt werden konnten. Das ganze Gebiet ist durchzogen von Kriegsstellungen, Kavernen, Kommandozentralen, Stollen und Militärstraßen. Mittlerweile ist es ein Mahnmal für den Wahnsinn des Krieges geworden. Bis zu 38.000 Menschen sollen in diesem Hauptkampfgebiet des 1. Weltkrieges den Tod gefunden haben. Über den Berg der Österreicher ("Dente Austriaco" 2203 m) und den der Italiener ("Dente Italiano" 2220 m) führt unser Weg schließlich zum sympathischen Rifugio Lancia (1825 m).

Höhenunterschied: 600 m bergauf, 750 m bergab, Gehzeit 4 Stunden

 

Samstag

Aufstieg auf den Monte Testo, in deren Umgebung es von Latschenkiefern und Edelweißen nur so wimmelt. Die neulichen Bergungsarbeiten haben es ermöglicht einen Tunnelkomplex, Schützengräber, Artilleriestellungen und Beobachtungsposten zu besichtigen. Vom Monte Testo gelangen wir in einem gemütlichen Abstieg zum Pass Foxi, bevor wir unseren letzten Abstieg nach Anghèbeni machen, wo uns ein Privatbus zurück nach Trient bringt. 

Höhenunterschied: 200 m bergauf, 1200 m bergab, Gehzeit 4 Stunden 

 

Dauer 7 Tage / Gesamtstrecke 78 km / Höhenunterschied 4700 m im Aufstieg und 6650 m im Abstieg

Termin

2.8. - 9.8.2020

Tage

7

Preis

885,00

Anforderungen

Bergerfahrung von Vorteil, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition für 6-8 Stunden Gehzeit.

Leistungen

Im Preis inbegriffen sind deutsch- und italienischsprachiger Bergwanderführer, 6 x Übernachtung mit Frühstück und Abendessen (HP) in Hütten, mit Privatbus von Trient nach Marco und von Anghèbeni nach Trient zurück.