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Nord-Cottische Alpen

875,00 

Die Nord-Cottischen Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Westalpen. Anteil haben Italien mit den Regionen Piemont und Aostatal sowie Frankreich mit der Region Auvergne-Rhone-Alpes.

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Beschreibung

Diese mit viel Zeit und Liebe zusammengestellte Tour wählt eine transalpine Route und führt einerseits durch die Region Auvergne-Rhône-Alpes in Frankreich und größtenteils durch die Region Piemont in Italien. Wir befinden uns im nördlichen Teil der Cottischen Alpen und durchwandern ein Gebiet​,​ welches nahezu unbekannt und noch fast unentdeckt ist. Dies betrifft insbesondere den italienischen Teil. Der französische Teil ist definitiv belebter. Wer Lust verspürt sich abseits der touristischen Wege zu begeben​,​ der ist sicherlich bestens bei dieser Tour aufgehoben. Diese Tour verspricht Muße und Stille. Ein noch unentdeckter Planet und fürwahr eine Reise wert!

Tourenplan

Tag 1 – Eclause

Wir treffen uns um 8:30 Uhr am Bahnhof Porta Nuova in Turin, Piemont oder um 10 Uhr am Ausgangspunkt der Tour, und zwar am Bahnhof in Salbertrand, Piemont. Den ersten Tag beginnen wir mit einer ordentlichen Streckenführung, die uns erst einmal auf Höhe bringt. Wir erreichen nach einer Stunde Moncellier, einer kleinen Ortschaft, verlassen. Im weiteren Verlauf erreichen wir Eclause, einer weiteren kleinen Ortschaft, die aber sozusagen wieder erstanden ist, nachdem fast alle Einwohner diesen wunderschönen Bergort einst verlassen mussten. Eine Quelle, an der wir uns erfrischen können, befindet sich direkt neben der Casa Alpina. Damals hieß es auch schon Casa Alpina und war zu damaligen Zeiten bereits das Herzstück der Ortschaft Eclause. Mittlerweile ist es ein Restaurant und es bietet Unterkünfte, von denen wir an unserem letzten Tag profitieren werden. Hier sind wir unter Freunden. Die Macher sind so gute Menschen, zwei Architekten, die zwar Howard Roark nicht kannten, aber den Mut und die geniale Idee hatten das damalige baufällige Haus zu restaurieren, was Ihnen geglückt ist und noch viel mehr, sie haben es geschafft andere zu inspirieren, nach Eclause ‚zurück zu kehren‘ und es wieder zu neuem Leben zu verhelfen. Mittlerweile ist Eclause der schönste Ort, an dem ich sein will. Wir verlassen Eclause und folgen einer Waldroute im ständigen bergauf- und bergab. Die Streckenführung verläuft weiterhin abwechselnd unter freiem Himmel sowie im Wald, bis wir nach ca. 2 Stunden Gr. Soullier erreicht haben werden, einem verlassenen Bauernhof, wo es aber noch eine Wasserquelle gibt, an der wir uns ergötzen können. Vorrat an Wasser in diesen Gegenden unerschöpflich! Noch eine Stunde im Aufstieg und wir haben unsere erste Unterkunft erreicht, das süße Rifugio Levi Molinari.

Leistung: 950m bergauf, 140m bergab, 9km

Tag 2 – Cima Sommeiller (3333m)

Nach einem gemütlichen Frühstück gehen wir los. Die Streckenführung beginnt im lockeren Aufstieg. Der gut markierte Weg beginnt gleich hinter der Hütte. Zuerst durch einen Wald von Lärchen auf der linken und der Fortsetzung einer Reihe von Kurven bis an den Rand felsiger Wälle, welche am Ende ein aus massivem Holz aufgestelltes Kreuz mit der schlichten Aufschrift Giovanni Rosa erblicken lässt (Zur Erinnerung an die Grenzwache, die dort starb). Hinein in einen noch dichteren Bergwald mit außergewöhnlich an Form und Gestalt darein wuchernden ostamerikanischen Lärchen, bis hinauf zum Lago delle monache. Wir befinden uns auf 2561 Meter und die Aussicht ist fabelhaft, denn wir befinden uns auf weiter Flur. Um unsere bisher erreichte Höhe noch zu verbessern und verstehen zu wollen, warum wir uns entschieden haben in den Westalpen wandern zu gehen, setzen wir unseren Aufstieg fort und peilen unser nächstes Ziel an, das Bivak Mario Sigot, welches sich auf stolzen 2910 Meter befindet. Wir folgen einer wunderschönen Route inmitten von Ruhe und Stille und erreichen schließlich den Punkt ‚Vista della Punta Sommeiller‘, von wo wir, bei guten Wetterbedingungen, ohne Schwierigkeiten bis zum Gipfel Sommeiller (3333m) gehen können. Von hier ist die Aussicht ein unwiderstehliches Highlight. Im Norden Haute Vanoise, Mont Blanc, Grand Paradisogruppe. Im Osten das Valle Susa, im Süden der unverwechselbare Monviso – Cottische Alpen, im Westen Dauphine und das Grand Rousses Massiv. Erhobenen Hauptes begeben wir uns an den Abstieg und verlassen diesen wunderschönen von der Natur in mühsamer Arbeit geschaffenen Ort und setzen unsere Reise zum Pian dei Frati fort. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu unserer nächsten Unterkunft, dem Rifugio Scarfiotti.

Leistung: 1300m bergauf,  1000m bergab, 14km

Tag 3 – Col de Bramanette (2859m)

Wir verlassen das Rifugio Scarfiotti und begeben uns auf einen gut ausgebauten Wanderweg in Richtung Pass d’Etache auf 2800 Meter. Dort befindet sich immer noch eine von den Franzosen errichtete Verteidigungsmauer, die damals errbaut wurde, um mögliche Invasionsversuche der Piemonteser zu verhindern. Wir genießen die Aussicht und wir genießen uns selbst, da wir uns inmitten dieser grandiosen Ebene befinden, so viel Weitsicht und soviel Weisheit und Stärke umgibt uns, wir können nicht anders, als das Alles zu bewundern. Ein imposanter Ausblick, egal wo wir hingucken. Im Westen Pointe St-Michel mit 3139m und in weiterer Entfernung der unverwüstliche Pierre Minieu mit 3249m. Im Osten, zum Greifen Nahe, der Gros Peyron mit 3041m und im Südwesten der großartige und imposante Rognosa d’Etache mit 3373m. Nach nur einer weiteren Stunden erreichen wir unseren nächsten Pass. Der letzte für den heutigen Tag. Wir befinden uns auf dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour, und zwar auf den Col de Bramanette (2855m), wo im Südwesten der gleichnamige Berg ganz unscheinbar, aber in Gesellschaft seiner Freunde, sein Dasein fristet. Ab diesem Punkt steigen wir nur noch ab. Wir folgen einer gut ausgebauten Wanderroute und werden viel Zeit haben uns Geschichten zu erzählen, denn der lange Abstieg lädt dazu ein sich gegenseitig auszutauschen und diesem besonderen Tag zu gedenken. Nach weiteren zwei Stunden also und 900 Höhenmeter im Abstieg, erreichen wir das in super Lage gelegene und sehr professionell geführte französische Refuge ‚Lo Tsamou‘ auf 2060 Meter.

Leistung:  920m bergauf, 1080m bergab, 15km

Tag 4 – Bergsee Lago de Savine (2500m)

Vom Refuge Lo Tsamou geht es zunächst im lockeren Abstieg zum Refuge du Suffet. In diesen Gegenden gibt es recht viele Schutzhütten, die sehr gut ausgestattet sind. Es gibt auch Straßen, die hierher führen. Wir befinden uns in Frankreich und hierher verschlägt es viele französische Touristen, auch weil die Infrastruktur hier sehr gut ausgebaut wurde. Daher befinden sich gleich 4 Schutzhütten in nicht zu weiter Entfernung voneinander. Wir werden nicht im ersten, sondern im Petit Mont Cenis eine Einkehr machen, um uns für die noch zu machende Streckenführung, die zum Colle Clapier führt, zu stärken. Sobald wir das Petit Mont Cenis verlassen haben, wird es wieder heimischer für uns, wir folgen einer kleinen, aber dafür landschaftlich sehr interessanten Route, die die meisten Touristen umgehen, da es einen einfacheren Weg gibt, um zum Colle Clapier zu kommen. Unsere Mühen werden aber entlohnt, wenn wir schließlich den großen Lac du Savine erreichen, wo wir definitiv ausruhen werden und das unbegreifliche Panorama um uns herum betrachten können. Wer Lust hat, der kann sich in den kalten Bergsee hinein wagen. Vom Lac du Savine folgen wir einer langen, aber stetig aufsteigenden Route zum Colle Clapier. Hier befinden sich Bunker aus dem 2. Weltkrieg, in die man auch rein gehen kann. Nur mit Stirnlampe empfohlen, da es hier stock düster ist. Vorbei am Bivak Hannibal steigen wir ab und erreichen den Rio Clapier, den wir überqueren müssen, bevor es auf einem abenteuerlichen Aufstieg, wo wir sicherlich Steinböcken begegnen werden, zum Rifugio Vaccarone geht.

Leistung:  1200m bergauf, 550m bergab, 16km

Tag 5 – Cima quattro denti (2350m)

Nach einem üppigen Frühstück steigen wir zunächst ab und gelangen auf einen schönen Panoramaweg ins Tal Tiraculo, was übersetzt ‚zieh am Popo‘ bedeutet. Die Legende besagt, dass sich die Bauern, um den Berg rauf zu kommen, am Schwanz des Esels festhielten, um den steilen Aufstieg zu schaffen. Wir befinden uns aber im Abstieg und haben daher nicht an irgendwen zu ziehen. Wir erreichen nach ca. zweistündigem Marsch den tiefsten Punkt, der uns über einen schmalen Flusslauf führen wird. So gelangen wir in eine weite Ebene, darin eine verlassene Siedlung, die aussieht, als habe man sie erst kürzlich verlassen. Es ist eine sehr schöne Streckenführung bis dahin, zum Teil auf sehr kleinen Pfaden, verwinkelt und verdreht, bisweilen muss man aufpassen, dass man nicht vom Weg abkommt. Auch diese Streckenführung ist wenig begangen. Wir gelangen schließlich zur Cima Quattro Denti (Berg der 4 Zähne), die man von weitem bereits an ihrer besonderen Form erkennen wird. Dort machen wir Rast, denn es ist ein wahrlich schöner Ort. Wir blicken runter in das große Susatal, Val di Susa. Von dort geht es in lockerem Abstieg quer durch Wälder und kleinen Ortschaften zu unser bereits wohlbekannten Unterkunft Levi-Molinari.

Leistung:  200m bergauf, 1100m bergab, 13km

Tag 6 – Ricovero Casses Blanches (2550m)

Letzter Tag, aber keine Müdigkeit vortäuschen, denn wir haben heute noch eine lange Strecke zu bewältigen. Es geht gleich zu Beginn 600 Meter in die Höhe zum Monte Chabrière. Von hier oben haben wir wieder eine wunderbare Aussicht ins Susa Tal. Wir bleiben auf Höhe und kommen am Ricovero Casses Blanches vorbei, einem weiteren ehemaligen militärischen Bau aus dem 2. Weltkrieg. Dabei geht es nochmals rauf auf 2550 m. Dies ist aber auch zugleich unsere letztmalige Möglichkeit uns die Dinge von oben zu betrachten, denn danach geht es letztlich Richtung Tal, und zwar zurück in Richtung Salbertrand. Der Abstieg bringt uns auf eine wahrlich spektakuläre Streckenführung. Wir erreichen bald einen dichten Wald, dabei begegnen wir starken Bäumen, wie der Jerseykiefer, der europäischen, der ostamerikanischen Lärche und sogar der Banks-Kiefer. Im dichten Wald wird die Wegfindung zunehmend schwieriger, wir kommen an Stellen vorbei, wo sich die Natur längst alles wieder zurück geholt hat. Wir folgen einer alten Route, die in alten Zeiten die Ortschaften verband. Von diesen zeugen die am Wegesrand noch in Ruinen existierenden Gemäuer. Einige kann man sogar betreten. Mittlerweile hat uns der Wald verschluckt und wir befinden uns ganz alleine in einem namenlosen und vergessenen Wald. Wir folgen nun dieser Route und essen von den zahlreichen hier wachsenden Himbeeren und Erdbeeren. Ein wahrlich aufregender Genuss. Und das Gras und die buschigen und intensiv grünschimmernden Gräser, von Frische überquellender und von Licht erfüllten Sträucher bestechen in ihrer Schönheit. Hier kommt die Sonne nur spärlich hin, aber im Untergrund und unter der Erde fließt das lebenspendende Wasser, es ist hier so frisch und munter, wie auf einer Wiese. Irgendwann erreichen wir den breiten Wanderweg, der uns schließlich nach Eclause führt. Wir haben an nichts mehr zu denken, als an den Abstieg. Wir haben vor uns einen breiten Wanderweg, der uns gerade richtig kommt, damit wir unsere Gedanken an die letzten Tage knüpfen können. Einkehr in der schlichtweg wundervollen und mit Liebe betriebenen Casa Alpina. Hier ist alles noch so ursprünglich und echt.

Leistung: 690m bergauf, 1580m bergab, 9km

Tag 7 – Zurück nach Salbertrand

Im lockeren Abstieg durch den Wald von Salbertrand wandern wir zurück zu unserem Ausgangspunkt nach Salbertrand. Mit Zug zurück nach Turin.

Leistung: 350m bergab, 4km

Dauer 7 Tage / Gesamtstrecke 71 km / Höhenunterschied 5260 im Aufstieg und 5800 im Abstieg

Zusätzliche Informationen

Produkt Besonderheiten

Dauer

7 Tage

Leistungen

Im Preis inbegriffen sind deutsch-
und italienischsprachiger
Bergwanderführer, 6 x
Übernachtung mit Halbpension
in Hütten und Zugfahrt von
Salbertrand nach Turin
und zurück.

Anforderungen

Kondition:

Auf- und Abstiege bis 1200 Höhenmeter.
Gehzeiten pro Tag zwischen 6 und 8
Stunden, abhängig von der Witterung,
Wegbeschaffenheit und
Kondition der Gruppe.

Technik:

Sie sind Bergwanderer und bewegen sich
überwiegend auf festen Wegen und
Pfaden. Gelegentlich exponierte Passagen
stellen für Sie keine Probleme dar.

Highlights

Cima del Forneaux (3154m)
Punta Sommeiller (3333m)
Col d'Etache (2800m)
Bergsee Lago de Savine (2500m)
Saumpass Col de Clapier (2490m)