Fleimstaler Alpen

920,00 

Eine nach dem Fleimstal benannte Gebirgsgruppe der Südlichen Kalkalpen in der italienischen Region Trentino-Südtirol.

Auswahl zurücksetzen
Artikelnummer: n. v. Kategorie:

Beschreibung

Trentino und die Dolomiten – ein Erlebnis mit Suchtpotenzial. Prachtvolle Felsriesen und wunderschöne Almwiesen im Wechsel mit Bergwäldern und Bergseen begleiten uns auf dieser Tour. Ein majestätisches Alpenpanorama, mit Gipfeln, die sich am Horizont eindrucksvoll abzeichnen. Die Lagorai, eines der letzten intakten Alpengebiete, zählt zu den schönsten im östlichen Trentino.

Tourenplan

Tag 1

Nach dem ersten Kennenlernen und einem kurzen Rucksackcheck fahren wir mit unserem Privatbus ca. 80 km zum Ausgangspunkt unserer Tour, und zwar nach Predazzo zur Malga Valmaggiore. Hier auf 1620 Meter Meereshöhe beginnt unsere Wanderung. Sie führt zu idyllischen und ursprünglichen Plätzen, die charakteristisch für die Lagorai-Kette sind. Wir folgen dem Weg Nr. 339 zum Moregna-See, der sich auf den ersten Blick als Waldstraße präsentiert, der aber im weiteren Verlauf immer schmaler und steiler wird. Nach rund 1 ½ Gehzeit erreichen wir die Wiesen der Malga Moregna Alm. Von dort ist es nicht mehr weit, bis wir den Moregna See erreichen. Der Moregna See ist einer von drei Seen, die wir an unserem ersten Tag erwandern werden. Er liegt auf 2081 Meter und liegt geografisch gesehen in der nördlichen Lagorai-Kette. Er liegt eingebettet in einer Wiesenebene umgeben von den Ausläufern des Dos Caligher im Osten und der Cima Moregna im Süden. Wir umrunden einmal die Cima Moregna und erreichen nach einer weiteren Stunde den Bergsee Lago Brutto, übersetzt heißt das ‚hässlich‘, aber so hässlich ist der See gar nicht, ganz im Gegenteil, er ist einer der schönsten Seen überhaupt. Das hellblau schimmernde Wasser scheint zu ruhen, auf seiner Oberfläche tanzen kleine sich windende Lichterketten und der Wanderer kommt nicht umhin, dies alles zu bewundern. Nicht unweit vom Lago Brutto befindet sich der Lago delle Trutte, nordöstlich vom Cadinon gelegen, den wir nach weiteren 30 Minuten erreichen. Nun folgt ein kurzer, dafür steiler Abstieg, bis wir schließlich unsere erste Unterkunft erreichen, das Rifugio Cauriol – ein junges und motiviertes Team erwartet uns bereits.

Höhenunterschied: bergauf 700m, bergab 700m, 9km

Tag 2

Von der Hütte Cauriol begeben wir uns auf den Weitwanderweg ‚Trans-Lagorai‘, dies ist ein 4-tägiger Weitwanderweg, der durch den westlichen Teil der Dolomiten führt. Von ihm geht es im weiteren Verlauf auf die ‚Via Austriaca‘ ab (österreichischer Weg), der uns in die Nähe der Cima Cauriol führt. Dieser Abschnitt ist besonders geschichtsträchtig, denn die Cima Cauriol ist ein geschichtsträchtiger Berg, wo sich einst Österreicher und Italiener gegenüberstanden. Der historisch österreichische Weg verläuft auf der Nordseite, während der italienische Weg (via degli italiani) auf der Südseite verläuft. Die Cima Cauriol war ein wichtiger strategischer Punkt im ersten Weltkrieg gewesen, insbesondere in der Anfangszeit der Auseinandersetzungen. Die erbitterten Schlachten endeten schließlich im August 1916, mit der definitiven Eroberung des Berges durch das italienische Militär. Die Auseinandersetzungen hinterließen Tunnel, Holzbaracken, Laufwege, Stacheldrahtverhaue, Wachposten und in den Felsen gehauene Höhlen, Gänge, Treppen und Schießscharten. Im Übrigen, das Rifugio Cauriol verfügt über ein kleines kriegsgeschichtliches Museum, denn der erste Hüttenwirt, Aldo Zorzi, hat in mühsamer Arbeit in über 20 Jahren Bewirtschaftung derselbigen Hütte so viel Kriegsmaterial zusammengetragen, welches er im Verlauf seiner Zeit dort gefunden hatte, dass diese Sammlung das Interesse des Museumsverbundes ‚Rete Trentino Grande Guerra‘ geweckt hatte. Diese Sammlung ist noch heute im Rifugio ausgestellt, die die Besucher der Hütte auch heute noch bestaunen können. Schließlich gelangen wir von der ‚via degli italiani‘ auf den Friedensweg, der uns in einem langwierigen Zickzack-Abstieg – besser als ein Direktabstieg und knieschonender – zum hübsch gelegenen und sehr gut ausgestatteten Rifugio Refavaie ins Vanoi-Tal führt.

Höhenunterschied: bergauf 1100m, bergab 450m, 10km

Tag 3

Vom Rifugio Refavaie, das auf 1100 Meter liegt und somit den absoluten Tiefpunkt der gesamten Tour bildet, geht es in einem langsamen Aufstieg wieder bergauf. Wir begeben uns auf einen breiten Wanderweg, der uns in einem gemütlichen Aufstieg für 7 km und in 2 Stunden bis auf eine Höhe von 1600 Meter bringt. Ab diesem Punkt haben wir eine sehr gute Sicht auf die Westausläufer der Cima d’Asta. Wir befinden uns im Vallone del Coronon. Die Streckenführung wird ab diesem Moment wieder schmaler und verschachtelter. Nach weiteren schönen 2 Stunden inmitten wunderschöner Berglandschaft erreichen wir die Forcella Magna auf knapp 2117 Meter, bevor wir von diesem genialen Pass, von dem wir einen super Blick auf die Südseite der Cima d’Asta haben, zum westlich gelegenen Rifugio Conseria auf 1857 Meter absteigen.

Höhenunterschied: bergauf 1100m, bergab 550m, 15km

Tag 4

Heute wollen wir uns ein wenig ausruhen. Die heutige Streckenführung ist eine lockere Angelegenheit. Das ist auch gut so, denn der Folgetag wird umso aufwendiger und schwieriger, wenn wir uns zum höchsten Punkt der Tour aufmachen, ganz in die Nähe der Cima d’Asta, des höchsten Punktes der Fleimstaler Alpen. Wir begeben uns auf den Weitwanderweg ‚Buse delle Todesche‘ und erreichen nach ca. einer Stunde den Bergsee ‚Lago di Nassere‘. Im weiteren Verlauf und in einem lockeren Aufstieg erreichen wir den Pass delle Buse Todesche, wo uns im Osten der beeindruckende gleichnamige Berg seine Ostflanke zeigt. Der Weg zweigt wiederum ab und führt uns schließlich im lockeren Abstieg zum wunderschön gelegenen Rifugio Caldenave. Das Rifugio befindet sich genau dort, wo der Porphyr des Lagorai zu Granit wird, eben in der Cima d’Asta-Gruppe. Das Rifugio Caldenave, das von der Gemeinde Scurelle auf den Gebäuderesten einer alten Käserei neben der Malga Caldenave gebaut wurde, ist Startpunkt für geschichtsträchtige Wanderungen, die durch ein Netz alter Pfade und ehemaliger Militärstraßen aus dem ersten Weltkrieg verläuft – wandern zwischen wunderschönen Naturlandschaften, Hütten und Almen, beispielhafte Zeugnisse des uralten Pakts des Menschen mit der Natur. Ein ursprüngliches Schutzhaus inmitten einer unverbrauchten Gebirgslandschaft abseits der großen Touristenströme.

Höhenunterschied: bergauf 450m, bergab 550, 8km

Tag 5

Heute geht es in Richtung des höchsten Punktes der Fleimstaler Alpen, und zwar zum Monte d’Asta auf 2846m. Wir verlassen das schöne Rif. Caldenave und begeben uns auf der sogenannten ‚Via del Granito‘, ein Netz aus alten Pfaden und Militärstraßen. Wir befinden uns in einem Gebiet des Ersten Weltkriegs, in dem heute in dem typisch wilden Ambiente die unverdorbene Natur regiert. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir ‚wiederum‘ den Magnapass auf 2177 Meter Höhe und im weiteren Verlauf erreichen wir den Pass des Socéda. Dort angekommen, zeigt sich uns sodann ganz unvermittelt und direkt der Monte d’Asta in seiner vollen Pracht. So ein bisschen erinnert er an einen am Sternenhimmel befindlichen Seekuchen. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Rifugio O. Brentari (2475m). Optional können wir, nachdem wir im Rifugio eingetroffen sind, unsere Wanderschuhe gleich anbehalten und uns zum höchsten Punkt unserer Tour aufmachen. Dies ist aber nur optional und kommt nur für diejenigen in Betracht, die noch Kraft und Ausdauer besitzen. Außerdem ist das Wetter einzukalkulieren.

Höhenunterschied: bergauf 1200m, bergab 450m, 12km

Tag 6

Letzter Tag, der es aber noch mal in sich hat, vor allem, was den Abstieg betrifft. Wir müssen schließlich vom höchsten Punkt wieder absteigen und das bedeutet einen langen Abstieg. Vom Rifugio O’Brentari geht es zunächst auf den ‚sentiero d’Italia‘, bevor es an der Forcella del Passetto auf den ‚sentiero G. Negrelli‘ geht, benannt nach Giuseppina Negrelli, einer Welschtiroler Patriotin. In Uniform und mit gekürzten Haaren, so steht es in der Biografie ihres Vaters beschrieben, trat sie als Giuseppe in die Territorialmiliz ein und wurde an die Grenze zu Venetien abgestellt, an der man einen Vorstoß der bayerisch-französischen Truppen befürchtete. Sie gilt als geheime Heldin in diesen Gegenden. Großartig, dass man einen Wegabschnitt zu ihren Ehren benannt hat. An der Forcella Val Regnana macht der Weg wieder eine Kehre und wir steigen 300 Meter ab, bevor wir wieder aufsteigen und uns ganz in die Nähe der Cima Tolva (2349m) begeben – eine Besteigung ist hier möglich. Im weiteren Verlauf gehen wir auf die Cima Orena auf 2240 Meter und die Cima Timoncello, auf 1870 Meter. An der Forcella della Cavallara angekommen nehmen wir uns die Zeit und blicken noch ein letztes Mal zurück. Wir verabschieden uns in Gedanken an die vergangenen Tage unserer Tour und blicken gen Südosten, wo wir unsere nächste und letzte Unterkunft, das hervorragende Hotel Pizzo degli Uccelli bereits sehen. Ein weiter Abstieg von 300 Metern tut uns zwar im Herzen weh, denn wir verlassen diesen wunderschönen Ort, aber alles Schöne findet schließlich ein Ende.

Höhenunterschied: bergauf 650m, bergab 1500m, 16km

Tag 7

Mit Privatbus zurück nach Trient.

Dauer: 7 Tage / Gesamtstrecke: 70 km / Höhenunterschied: 4550m im Aufstieg und 4250m im Abstieg 

Zusätzliche Informationen

Produkt Besonderheiten

Dauer

7 Tage

Anforderungen

Kondition:

Auf- und Abstiege bis 1200 Höhenmeter.
Gehzeiten pro Tag zwischen 6 und 8
Stunden, abhängig von der Witterung,
Wegbeschaffenheit und
Kondition der Gruppe.

Technik:

Sie sind Bergwanderer und bewegen sich
überwiegend auf festen Wegen und
Pfaden. Gelegentlich exponierte Passagen
stellen für Sie keine Probleme dar.

Leistungen

Im Preis inbegriffen sind deutsch-
und italienischsprachiger
Bergwanderführer, 6 x
Übernachtung mit Halbpension
in Hütten, 2 x Privatbustransfer.